Einkabelanlagen mit ZF-Signalaufbereitung

Ein Zwischenweg zwischen Satblock-Verteilung und reiner Unicable-Technik wird bei SCD-Anlagen mit ZF-Signalaufbereitung beschritten, um Transpondersignale (TP) auf nur einem Anschlusskabel eines Verteilstamms zur Verfügung stellen zu können. Im Gegensatz zur ursprünglich aus der Not geborenen Beschränkung auf nur eine Satellitenebene älterer Anlagen (Einzelbandsysteme) können bei solchen Anlagenkonzepten inzwischen frei programmierbare Programmbelegungen bestehend aus attraktiven Transpondersignalen verschiedener Satellitenebenen zusammengestellt werden.

Das Übertragungsprinzip besteht darin, ausgewählte Transpondersignale auf vorgegebene Ausgangsfrequenzen in die ZF-Ebene umzusetzen. Die anfänglich auf nur wenige Kanäle beschränkte statische Signalaufbereitungstechnik ermöglicht heute Signalumsetzungen auf bis über 20 verschiedenen Ausgangsfrequenzen.

Die folgende Abbildung zeigt das Prinzip der Frequenzaufbereitung für insgesamt 12 Transpondersignale aus 6 verschiedenen Satellitenebenen. Gegenüber der Unicable-Technik können die angeschlossenen Sat-Receiver alle Ausgangsfrequenzen empfangen, müssen jedoch entsprechend dem anlagenseits gewählten Kanalraster programmiert werden.

ZF-Signalaufbereitung

Abbildung: ZF-Signalaufbereitung, 12 Kanäle aus 6 Satellitenebenen

Der Vorteil der Signalaufbereitung auf verschiedenen Ausgangsfrequenzen liegt darin, dass auf eine komplizierte externe Steuerung der Signalumsetzung im Sat Channel Router mittels DiSEqC verzichtet werden kann. Besondere Anforderungen an die Sat-Receiver bestehen nicht. Allerdings funktioniert der Programmsuchlauf mit einer üblichen NIT für den Direktempfang (NIT, Network Information Table) nicht. Ein weiterer Nachteil ist das technisch beschränkte Programmangebot.


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